Klaus Bambauer in memoriam
(11 Mai 1940 - 14 Mai 2002)

                           Vr. Michael Knechten

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             Klaus Bambauer wird am 11. Mai 1940 in Düsseldorf geboren. Sein Vater ist in
      Russland vermisst. Klaus wächst mit seiner Mutter und mit den Großeltern auf. Er
      besucht eine Zeitlang das Konservatorium in Düsseldorf, weil er den Wunsch hat,
      Kirchenmusiker zu werden. Da er sich aber nicht für begabt genug hält, folgt er dem
      Rat seines Onkels, der Pfarrer ist, und studiert Theologie, und zwar in Wuppertal,
      Erlangen, Hamburg und Bonn. Er heiratet 1968 Gertraude, während seiner Ausbildung
      im Predigerseminar in Bad Kreuznach. 1971 wird er in Wesel ordiniert. Seit 1972 ist er
      Pfarrer in Wesel-Flüren. Gertraude und Klaus haben zwei Kinder: Martin wird 1970,
      Christoph 1974 geboren.

            Klaus versucht, vielfältige Interessen in seinen Beruf zu integrieren. Er beschäftigt
      sich mit Musik, niederrheinischer Kirchengeschichte, Psychologie und Religionsgeschichte.

           Ausgelöst durch das Erlebnis der Osternachtsfeier 1981 in Kiev, wendet er sich hin
      zur russischen Orthodoxie und Kultur. Die Begegnung mit Berdjajews "Philosophie des
      freien Geistes" ist ein Schlüsselerlebnis für ihn. Seitdem setzt er sich ununterbrochen
      mit diesem Religionsphilosophen auseinander und arbeitet dafür, sein Denken bekannter
      zu machen. Seit Christophs Studienbeginn 1995 beschäftigt er sich noch  intensiver
      mit Philosophie.

           Als Folge des Diabetes wird er herzkrank. Dies zwingt ihn im November 1998,
      vorzeitig in den Ruhestand zu gehen. Er stirbt durch Herzversagen am 14. Mai 2002.

           Drei Monate vor seinem Tode schreibt Klaus in der Community "Russische
      Spiritualität" ("Berdjajew / Tod und Leben"):

      "Wenn der Geist - hier der göttliche Geist in der Gestalt des lebenschaffenden Wortes
      Christi, des fleischgewordenen Logos - den Menschen umschafft (vgl. 2. Kor 5, 17),
      ihn zu einer neuen Kreatur umwandelt [...], so lehrt das Christentum zu Recht z.B.
      auch im Glaubensbekenntnis von der "Auferstehung des Fleisches" bzw. in neuerer
      Formulierung von der "Auferstehung der Toten". Dabei ist nicht nur an ein Ereignis
      jenseits der Todesgrenze zu denken (also in der Ewigkeit-Zeitlosigkeit), sondern im
      Sinne einer johanneisch geprägten präsentischen Eschatologie schon ansatzweise in
      dieser Weltzeit."

          Fr. Stephen Janos, Leiter der Internet-Gruppe "Berdiaev", schreibt in seinem Nachruf:

      "Klaus was a part of a long tradition of enigmatic Germans such as Fritz Lieb and
      others who looked Eastwards, to the religious Orient, to the Rising of the Son, and
      embraced in true brotherhood Russians impelled Westwards, -- in the spirit of the
      Universality/Vselennost' of the church of Christ, a spirit embodied in the visionary
      teachings of Vl. Solov'ev."

      Bibliographie in Auswahl

      Bücher und Broschüren
 


      Aufsätze
 


       Kirchen- und musikgeschichtliche sowie philosophische Beiträge  (110+)
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      Aufsätze in der Internet-Gruppe "Berdiaev"

      Aufsätze in der Community "Russische Spiritualität"/Diskussionsforum
      (1999-2002):
 


      Außerdem zahlreiche Übersetzungen, einige davon zusammen mit G.Bambauer,
      Rezensionen, Hinweise auf Tagungen und Bücher.